Europa erlebt gerade, wie schnell vermeintliche Gewissheiten wegbrechen können. Der Munich Security Report 2026 beschreibt eine Zeit, in der politische Kräfte „Zerstörung“ häufiger zur Methode machen – statt Reformen geduldig zu bauen. Gleichzeitig rückt „Preparedness“ nach vorn: Die EU arbeitet mit der Preparedness Union Strategy daran, Vorsorge und Resilienz systematisch zu verankern – von Krisenfrüherkennung bis zum Schutz zentraler Infrastruktur.

CGYPP 2026: Von der Diagnose zur Praxis

Unter dem Jahresthema „Building Preparedness: A Czech-German Dialogue on European Security“ geht es im CGYPP 2026 um eine sehr konkrete Frage: Wie übersetzen Deutschland und Tschechien ihre sicherheitspolitischen Zusagen in gemeinsame, belastbare Vorsorge?

Im Programm sprechen und arbeiten die Fellows u. a. zu:

  • europäischer Sicherheits- und Verteidigungspolitik und „collective preparedness“
  • gesellschaftlicher Resilienz (Desinformation, Schutz kritischer Infrastruktur, zivil-militärische Kooperation)
  • Szenario-Übungen und peer-basierter Reflexion mit Praktikerinnen und Praktikern aus Politik, Forschung, Medien und Sicherheitsfeld

Warum Deutschland–Tschechien: Eine Achse, die Europa braucht

Die deutsch-tschechische Zusammenarbeit ist mehr als Nachbarschaftspflege. Sie ist ein Stabilitätsfaktor für Mitteleuropa – und damit für die EU insgesamt. CGYPP setzt genau hier an: Es bringt junge Profis aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Medien zusammen, die die Zusammenarbeit nicht nur verstehen, sondern künftig prägen werden.

Drei Stationen 2026

CGYPP 2026 besteht aus drei intensiven Einheiten – mit Seminaren, Vor-Ort-Terminen und Teamformaten:

  • Prag: 16.–19. April 2026
  • Berlin: 28.–31. Mai 2026
  • Ostrava: 8.–11. Oktober 2026

Ein Fellowship, das Netzwerke baut – und hält

Das CGYPP wurde 2008 gegründet und ist heute ein internationales Alumni-Netzwerk für „multipliers, movers and shakers“. Pro Jahr arbeiten 14 ausgewählte Teilnehmende (25–40) über Sektorgrenzen hinweg zusammen – inklusive der Möglichkeit, eigene Initiativen (z. B. ein Podcast-Projekt) zu entwickeln.
Getragen wird das Programm u. a. von AMO und der Europäischen Akademie Berlin (EAB); es ist finanziert durch den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds und Teil des EU-Programms CERV.

Start CGYPP 2026: Deutsch-tschechische „Preparedness“ in einer Welt im Stresstest

CGYPP

„In einer Zeit, in der Druck, Desinformation und Machtpolitik zunehmen, entscheidet sich Europas Stärke im Alltag: in funktionierenden Netzwerken, belastbaren Institutionen und Menschen, die grenzüberschreitend zusammenarbeiten. CGYPP ist genau dafür gebaut – pragmatisch, verbindend und auf Wirkung.“

Carlotta During, Studienleiterin EAB

Mehr zum Programm: Informationen und Updates zum CGYPP 2026 finden sich auf der Projektseite der EAB sowie beim Seminarhinweis zum Auftakt in Prag.

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