Die Volksbühne als Ort für einen Europaabend – das war kein Zufall, sondern Programm. Am 5. Mai versammelten die Landesarbeitsgemeinschaft der EU-Beauftragten der Bezirke, die Europäische Akademie Berlin gemeinsam mit der Europa-Union Berlin im Grünen Salon, was selten am selben Tisch sitzt: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Stimmen aus der Bundeswehr, aus der Zivilgesellschaft – und auffallend viele junge Menschen, die ihre eigenen Fragen mitbrachten.

Auf dem Podium diskutierten Dr. Katrin Mohr, Dr. Timo Graf, Iryna Shulikina, Markus Lackamp und Prof. Dr. Klaus Schlichte die Frage, die sich leicht stellen, aber schwer beantworten lässt: Wer trägt Verantwortung für Frieden in Europa? Das anschließende Fishbowl-Format sorgte dafür, dass die Antworten nicht auf der Bühne blieben. Das Publikum widersprach, ergänzte, führte weiter.

Besonders sichtbar war an diesem Abend, dass Europa für die Jüngeren im Saal keine abstrakte Konstruktion ist – sondern eine Frage, die sie persönlich betrifft und die sie persönlich stellen. Die Landesarbeitsgemeinschaft der Europabeauftragten aus allen Berliner Bezirken war präsent: Europa ist Mitte, Marzahn, Steglitz und Spandau.

„Europa kontrovers“ ist das Format der EAB für genau solche Abende: keine einfachen Antworten – aber echte Debatten.

Kontrovers auf der Bühne. Europa im Grünen Salon.

Unbequem

„Wer Verantwortung für Frieden diskutiert, darf unbequem werden – und muss es. Die Volksbühne ist dafür der richtige Ort: ein Raum, in dem Unbequemheit erwartet wird. Was mich an diesem Abend wirklich bewegt hat, waren die vielen jungen Menschen – sie kamen nicht als Zuschauende, sondern als Mitdenkende.“

Christian Johann, Europäische Akademie Berlin

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