Aktuelles
05.10.2026
„Europa“ inklusiv gedacht
15 Schüler:innen von vier Förderschulen waren als Preisträger:innen des Europäischen Wettbewerbs zu Gast in der Europäischen Akademie Berlin. Möglich gemacht hat das der Sonderpreis Würth „Vielfalt vereint“. Über vier Tage lang erlebten die Jugendlichen europäische Politik aus nächster Nähe, brachten ihre eigenen Perspektiven ein und machten eine klare Erfahrung: Ihre Stimme zählt. Seit 2023 vergibt die Stiftung Würth im Rahmen des Europäischen Wettbewerbs, ausgerichtet von der Europäischen Bewegung Deutschland (EBD), den Reisepreis „Vielfalt vereint“. Er richtet sich an junge Menschen mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Diese Jugendlichen sind in der politischen Bildung oft unterrepräsentiert, und ihre Sichtweisen auf Europa finden selten Gehör. Der Preis setzt hier bewusst an. Er würdigt ihre Leistungen im Wettbewerb und eröffnet ihnen einen Zugang zu politischer Teilhabe, der für viele andere selbstverständlich ist. In diesem Jahr kamen Gruppen von der Albert-Schweitzer-Schule Schwerin (MV), der Jakob-Reeb-Schule Landau (RP), der Pestalozzischule Zeitz (ST) und der Schule am Heidetor Zerbst (ST) nach Berlin. Ein Lernraum, der Vertrauen schafft Wir haben das Programm so gestaltet, dass alle Jugendlichen mitmachen konnten, unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen. In kleinen Gruppen, mit interaktiven und spielerischen Methoden und mit genügend Zeit näherten sich die Schüler:innen Fragen, die oft abstrakt wirken: Wie werden politische Entscheidungen getroffen? Wie wollen wir in Zukunft in Europa leben? Dabei standen ihre eigenen Erfahrungen im Mittelpunkt. Die Jugendlichen merkten schnell, dass europäische Politik und Demokratie keine fernen Themen sind. Sie betreffen ihren Alltag, und sie selbst können mitreden. Gerade diese Erfahrung, ernst genommen zu werden und etwas bewirken zu können, ist ein Kern dieses Programms. Politik & Geschichte vor Ort erleben Besuche im Abgeordnetenhaus von Berlin, im Deutschen Bundestag und im Europäischen Haus machten die verschiedenen politischen Ebenen greifbar. In Gesprächen und Rundgängen sahen die Jugendlichen, wie Politik auf Landes-, Bundes- und europäischer Ebene entsteht und wie eng diese Ebenen zusammenhängen. Ein besonderer Höhepunkt war die Foto-Challenge an der East Side Gallery. Auf kreativ-künstlerische Weise näherten sich die Jugendlichen dort der Geschichte der Berliner Mauer: Sie betrachteten die Wandbilder genau, stellten Motive nach und traten mit den Kunstwerken in Interaktion. Dabei entstanden nicht nur viele fantasievolle Fotos, sondern auch jede Menge Spaß. Gleichzeitig regte die Challenge zum Nachdenken an. Wie war es, in einer geteilten Stadt zu leben? Wie wäre das heute? Umso bewusster wurde den Jugendlichen, welchen Wert es hat, dass Deutschland nicht mehr geteilt ist und wir uns in Europa frei bewegen können, ohne Grenzen, die Menschen voneinander trennen. Begegnung, die stärkt Besonders wertvoll war das Zusammentreffen der vier Schulgruppen. Jugendliche aus Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt tauschten sich aus, entdeckten Gemeinsamkeiten und schlossen neue Kontakte, untereinander und mit den Referent:innen. „Demokratie lebt davon, dass alle Stimmen gehört werden. Der Sonderpreis Würth macht Stimmen hörbar, die sonst oft übergangen werden, und das ist ein Gewinn für uns alle“, sagt Sofia Eleftheriadi-Zacharaki, Studienleiterin an der Europäischen Akademie Berlin. Solche Erfahrungen zeigen, was Inklusion in der politischen Bildung bedeuten kann: nicht nur dabei sein dürfen, sondern mit den eigenen Fähigkeiten und Perspektiven selbstverständlich dazugehören Dank Wir danken der Stiftung Würth und ihren Vorstandsmitgliedern Johannes Schmalzl (Vorsitzender) und Ulrich Roth (stellvertretender Vorsitzender) für ihr langjähriges und verlässliches Engagement. Mit diesem Preis setzt die Stiftung ein deutliches Zeichen für Vielfalt und gleiche Chancen in Europa. Ebenso danken wir der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin (Lotto-Stiftung Berlin) für ihre Förderung, die dieses Projekt mit ermöglicht hat. Unser Dank gilt ebenso dem Team der Europäischen Bewegung Deutschland und des Europäischen Wettbewerbs, insbesondere Maria Herwig und Enno Cordes, für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Herzlich danken wir auch den Schulen und Lehrkräften, die die Reise mit vorbereitet und begleitet haben, und vor allem den Jugendlichen, die diese Tage mit ihren Ideen, Fragen und ihrer Neugier gefüllt haben.
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25.09.2026
Wenn Maschinen antworten, bleiben die Fragen bei uns
Drei Länder, eine Sprache: In der EAB ging es um Aufklärung, Kultur und künstliche Intelligenz.
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18.09.2026
Für Europas Zukunft zählt Zusammenarbeit: Erster Jahrgang des Weimarer Kollegs startet
• Einjähriges Programm für internationale Zusammenarbeit mit 30 Fellows aus drei Ländern • Initiative der Hertie-Stiftung mit Institut Montaigne (Paris) und Polnischer Robert Schumann-Stiftung (Warschau) in Kooperation mit der Europäischen Akademie Berlin • Erstes Modul vom 23. bis 26. September 2026 in Berlin
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15.09.2026
Der Kulturzug rollt: Poznań, Demokratie und zwanzig Jahre Oder-Partnerschaft
Am Internationalen Tag der Demokratie stellten wir in Poznań die neue Saison des Kulturzugs vor.
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07.09.2026
Von der Dolmetscherkabine in die Diplomatie – Albaniens Botschafterin in der EAB
Albanien hat inzwischen alle 33 Verhandlungskapitel mit der Europäischen Union eröffnet und die ersten davon geschlossen. Das Land, das über Jahrzehnte das isolierteste Europas war, könnte gegen Ende dieses Jahrzehnts Mitglied der EU sein. Grund genug, genauer hinzusehen. I.E. Adia Sakiqi, seit 2023 Botschafterin der Republik Albanien in Deutschland, war zu Gast in der Europäischen Akademie Berlin. Es wurde ein langes, dichtes Gespräch: über die Lage Europas, über Albaniens Rolle in der Welt und über das oft unterschätzte Verhältnis zu seinen Nachbarn auf dem Westbalkan. Wir haben viel gelernt – und wünschen uns, dass mehr Menschen dieses Land, seine Geschichte und seine Menschen kennenlernen.
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01.09.2026
Erinnerung als Brücke: Berlin und seine Partnerstädte im Osten
Fast 200 Gäste kamen ins Abgeordnetenhaus von Berlin, um mit uns die Ausstellung „Jamim mikedem – Erinnerungen an das jüdische Leben in Ostmitteleuropa" zu eröffnen. Im Podium verband die EAB die historischen Ansichtskarten mit der Zukunft der Städtepartnerschaften Berlins in Mittel- und Osteuropa. Zu sehen bis 11. September.
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13.08.2026
Nachbarschaft, die man buchen kann
Zum 35. Jubiläum Berlin–Warschau ist der Kulturzug der EAB ab sofort in der Fahrplanauskunft buchbar.
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03.08.2026
Die Young Königswinter Conference sucht deutsch-britische Antworten auf eine Zeit des Umbruchs
Vom 29. Juli bis 02. August 2026 war die Europäische Akademie Berlin Gastgeberin der 66. Young Königswinter Conference. Unter dem Leitthema „How do Germany and the UK work together to win the disruption agenda?“ diskutierten die Teilnehmenden, wie Deutschland und das Vereinigte Königreich aktuelle politische, wirtschaftliche und technologische Umbrüche gemeinsam gestalten können.
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27.07.2026
Irland am Ruder: Was kann eine EU-Ratspräsidentschaft wirklich?
Regieren oder nur moderieren? Seit Juli führt Irland den EU-Vorsitz. In einer Live-Ausgabe von Unmute Europe – Europa im Gespräch haben wir gefragt, wie viel Gestaltungsmacht wirklich dahintersteckt – von Digitalpolitik bis EU-Erweiterung.
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