Europa ordnet sich neu. Lieferketten werden umgebaut, die Automobilindustrie sucht ihren Weg in die Elektromobilität, und die Frage, wie verlässlich der Kontinent wirtschaftlich und politisch zusammensteht, ist offener als lange. In dieser Phase entscheidet sich viel nicht in den großen Hauptstädten allein, sondern in der Verständigung zwischen den Gesellschaften.

Mitten hinein fiel der Besuch von Botschafter Juraj Macháč in der EAB. 5,5 Millionen Menschen, 1,1 Millionen Autos im Jahr — gemessen an der Bevölkerung produziert kein Land der Welt mehr Fahrzeuge als die Slowakei. Eine Zahl, die eine Geschichte erzählt: von einem Land, dessen Wohlstand an denselben Fragen hängt wie der deutsche. Wir sprachen über das Austerlitz-Format und die Visegrád-Runde, vor allem aber über den Austausch zwischen Zivilgesellschaften.

Denn genau hier liegt der Kern unserer Arbeit. Seit Jahren knüpfen wir Verbindungen zu Menschen in Polen, Tschechien und Ungarn — die Slowakei war lange die leise Lücke. Dieser Besuch war der erste Schritt, sie zu schließen.

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Zutrauen

„Mich interessiert weniger, was Regierungen einander mitteilen, als das, was Menschen einander zutrauen. In Polen, Tschechien und Ungarn haben wir solche Verbindungen über Jahre geknüpft — bei der Slowakei blieb lange eine leise Lücke. Sie zu schließen ist für mich kein diplomatischer Akt, sondern eine Einladung: zum Zuhören, zum Streiten, zum gemeinsamen Nachdenken über ein Europa, das uns alle angeht.“

Dr. Christian Johann, Direktor Europäische Akademie Berlin

Wer mitgestalten möchte: Unsere Veranstaltungen zu Zentraleuropa stehen allen offen, über Spenden lässt sich diese Brückenarbeit stärken — und manchmal beginnt Europa schon damit, eine solche Geschichte weiterzuerzählen.

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