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Demokratie durch Dialog

Manipulative Argumentation erkennen, Gesprächsregeln setzen, Fakten einfordern, den demokratischen Raum schützen: Diese Fortbildung stärkt die Handlungssicherheit im Umgang mit rechtsextremer Rhetorik und Desinformation – praxisnah in Übungen und Fallarbeit.

Demokratie lebt vom Gespräch – und genau das greifen rechtsextreme Akteure an. Sie relativieren Fakten, säen Zweifel, verschieben Grenzen. Diese Fortbildung stärkt die, die dagegenhalten: mit klaren Strategien, um manipulative Muster zu erkennen und den demokratischen Raum zu verteidigen.

Rechtsextreme und rechtspopulistische Akteure setzen in Debatten auf wiederkehrende Kommunikationsstrategien: Sie emotionalisieren, relativieren Fakten und verschieben Schritt für Schritt, was als sagbar gilt. Politische Bildner:innen, Journalist:innen und Multiplikator:innen begegnen diesen Mustern zunehmend in ihrer täglichen Arbeit – oft ohne dafür ausgebildet worden zu sein.

Genau hier setzt „Demokratie durch Dialog“ an. Die Fortbildung bietet ein praxisnahes Schulungsformat für alle, die in Seminarraum, Redaktion oder Öffentlichkeit mit rechtsextremer Rhetorik und Desinformation konfrontiert sind – mit konkreten Methoden für die eigene Praxis statt reiner Theorie.

Was Teilnehmende lernen

Sie lernen, die rhetorischen Muster rechtsextremer Akteure früh zu erkennen und typische „Störtypen“ sicher einzuordnen. In Übungen, Rollenspielen und kollegialer Beratung trainieren Sie, was im Ernstfall wirklich hilft. Im Mittelpunkt stehen vier Kategorien manipulativer Strategien und die passenden Gegenstrategien:

  • Ablenkungstechniken
    (z.B. Whataboutism, Red Herring, Moving the Goalposts, Gish-Galopp)
    → Fokus zurückführen, Ablenkungen benennen, Gesprächsrahmen sichern, Belege einfordern.
  • Diskreditierung & Angriffe
    (z.B. Ad Hominem, Poisoning the Well, Sealioning)
    → Angriffe entkräften, Grenzen setzen, Gespräch auf Sachebene halten.
  • Verzerrung von Argumenten
    (z.B. Strohmann, Cherry Picking, False Equivalence)
    → Verzerrungen erkennen, sauber zurückübersetzen, Argumentkerne sichtbar machen.
  • Emotionalisierung & Verunsicherung
    (z.B. Appeal to Emotion, Gaslighting, Suggestivfragen)
    → deeskalieren, sachlich nachfragen, manipulative Unterstellungen offenlegen.

Für wen ist die Fortbildung gedacht?

Demokratie durch Dialog richtet sich an alle, die in ihrer Arbeit mit rechtsextremer Rhetorik und Desinformation umgehen – insbesondere:

  • Fachkräfte der politischen Bildung (Trainer:innen, Pädagog:innen, Multiplikator:innen)
  • Journalist:innen & Medienschaffende, die mit Desinformation und Provokation umgehen müssen
  • Multiplikator:innen der Demokratieförderung & Extremismusprävention
  • Bildungseinrichtungen und Netzwerke
  • Engagierte Bürger:innen mit Multiplikatorenrolle (Bürgerräte, Vereinsarbeit, Stadtteilforen)

Hintergrund

Das Projekt „Demokratie durch Dialog“ basiert auf unserem Projekt „Gish-Galopp und andere Herausforderungen“, welches 2025 mit Förderung des Arbeitskreises deutscher Bildungsstätten (AdB) entwickelt, erprobt und evaluiert wurde. Von Beginn an ist es als lernendes Projekt angelegt: Erfahrungen aus der Praxis, Rückmeldungen der Teilnehmenden und aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen fließen kontinuierlich in die Weiterentwicklung ein.

So wächst das Projekt stetig weiter und passt sich dynamisch an neue Formen von Polarisierung, Desinformation und die konkreten Bedarfe in politischer Bildung, Journalismus und Zivilgesellschaft an – mit dem Ziel, demokratische Dialogfähigkeit langfristig zu stärken.

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