Nachhaltigkeit in Business und Lifestyle

Tschechische und deutsche Antworten - Seminar im Rahmen des Czech-German Young Professional Program

Seminar, Project line: CGYPP

WANN und WO

12.03.2020 – 15.03.2020
Ganztägig

Europäische Akademie Berlin

Europa wird der erste klimaneutrale Kontinent – zumindest, wenn es nach der neu gewählten Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen geht. Inwieweit dieses ehrgeizige Ziel erreicht werden kann, bleibt allerdings abzuwarten. Um den Verpflichtungen des Pariser Klimaabkommens nachzukommen, haben die EU Staaten sich zwar darauf verständigt, ihre Emissionen im Vergleich zum Niveau von 1990 bis 2050 um 80 bis 90 Prozent zu verringern. Doch derartige klimafreundliche Ankündigungen sind kaum geeignet,  die tiefgehenden Differenzen zwischen den einzelnen EU-Staaten zu verdecken. Dabei liegen die Unterschiede nicht so sehr in der Problemwahrnehmung oder in der Zieldefinition. Grundlegend verschieden ist vielmehr die Antwort auf die Frage, ob sich umweltpolitische Ziele am besten erreichen lassen, indem der Staat neue Gesetze erlässt (top-down) – oder ob es ausreicht, sich auf die Steuerungsmechanismen der Selbstverpflichtung und des Marktes (bottom-up) zu verlassen.

Vor diesem Hintergrund zielt der elfte Jahrgang des Czech-German Young Professionals Programme (CGYPP) darauf ab, die Gründe für die fundamentalen Unterschiede zwischen den Umweltpolitiken der einzelnen EU-Staaten zu untersuchen.

In einem Ländervergleich zwischen Deutschland  und Tschechien wollen wir herausfinden, wie Deutsche und Tschech*innen die Umweltprobleme wahrnehmen, mit denen wir uns konfrontiert sehen. Wer, denken sie, ist dafür „verantwortlich“ diese Probleme zu lösen? Glauben tschechische „Liberale“ wirklich, dass der Markt den Klimawandel abmildern wird – während die Deutschen sich auf die regulierende Macht der Gesetzgebung verlassen? Welche politischen und ökonomischen Anreize brauchen Start-Ups und Unternehmen, damit sie zu einem modernen, nachhaltigeren Leben beitragen? Und inwieweit sind Menschen dazu bereit, ihr Verhalten soweit zu verändern, dass sie ihren eigenen „Ökologischen Fußabdruck“ verringern? Sollten wir versuchen,  gesellschaftlichen Wandel bewusst zu steuern – und wenn ja: wie?

Diese Fragen wollen wir kreativ, interaktiv und kontrovers mit unterschiedlichen politischen und ökonomischen Führungskräften, mit  Journalisten und Experten diskutieren. Und wir möchten unsere Erkenntnisse mit der Öffentlichkeit teilen.

Weitere Informationen zum geplanten Programm und zur Bewerbung finden Sie hier

Ansprechpartnerinnen

Marie Kersten

Project Manager

Johanna Sokoließ

Referentin für politische Bildung

 

 

Veranstaltungsort

Europäische Akademie Berlin

Bismarckallee 46-48
14193 Berlin
Deutschland