Erde to go?

Wie wir unseren Planeten vor dem Mülltod bewahren.

Fishbowl, Projektreihe: Baladiya

WANN und WO

28.02.2019
18:00 – 19:30 Uhr

Taz Kantine

220 Kilogramm. So viel Müll hat jede/r Deutsche 2016 alleine durch Verpackungen produziert – und Deutschland damit einen traurigen Spitzenplatz in Europa gesichert. Aufwändige Dosierhilfen etwa beim Flüssigwaschmittel, verzehrfertige Ananasscheiben aus dem Supermarkt oder der tägliche Coffee-to-go: Plastikverpackungen zählen zu den meist unhinterfragten Begleiterscheinungen des Alltags. Und sie zerstören den Planeten.

Vor allem im Meer lässt sich beobachten, wie der achtlose Umgang mit Plastik die Umwelt belastet. An den Küsten der Welt bilden sich längst Berge von Plastiktüten, Dosen oder PET-Flaschen. Fische und Seevögel verenden an den Plastik-Zerfallsprodukten. Nördlich von Hawaii hat sich im Pazifik ein gigantischer Müll-Strudel in der Größe Mitteleuropas entwickelt.

Dabei ist der Müll nicht allein ein Problem westlicher Konsumgesellschaften. Auch in Nordafrika führt der laxe Umgang mit Abfällen mittlerweile zu Umweltkatastrophen: So hat etwa Tunesien seit der Revolution 2011 so große Probleme, kommunale Abfälle sachgerecht zu entsorgen, dass seit 2017 eine eigene „Umweltpolizei“ zum Einsatz kommt. Auch Marokko steht beim Recycling noch ganz am Anfang – und wird zudem von einigen südlichen EU-Staaten für Abfallexporte missbraucht.

Die entscheidende Frage für alle Staaten der Welt wird jedoch sein, wie Müll am besten ganz vermieden werden kann. Welche Anreize, welche Sanktionen sind geeignet, Hersteller, Handel und Verbraucher zu umweltfreundlicherem Konsum zu bewegen? Wie können Abfälle noch besser getrennt und wiederverwertet werden? Und wie verhindern wir, dass unser Müll in Nachbarregionen oder gar im Meer landet?

Die Robert Bosch Stiftung und die Europäische Akademie Berlin in Kooperation mit der taz.die tageszeitung werden diese Fragen diskutieren – und zwar mit

Dr. Turgut Altug
Sprecher für Natur- und Verbraucherschutz, Umwelt- und Naturbildung, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

Mohamend Chérif Tahar
Leiter der Abteilung Stadtentwicklung und Studien (Gabès, Tunesien)
Teilnehmer des Programms Baladiya – neue Wege in der Stadtentwicklung für Stadtplaner*innen aus dem Maghreb (unter Ägide der Robert Bosch Stiftung und der Europäischen Akademie Berlin)

Klaus Wiedemann (angefragt)
Geschäftsführer, Bäckerei Wiedemann

Michael Jedelhauser
Referent für Kreislaufwirtschaft NABU

Moderation

Dr. Anneke Hudalla

Studienleiterin

Ansprechpartnerinnen

Ilona Rathert

Ilona Rathert

Senior Project Manager

Johanna Höhn

Project Manager

Veranstaltungsort

Taz Kantine

Friedrichstraße 21
10969 Berlin
Deutschland

Herr
Frau
ohne Angabe

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