European Adventures - Jetzt kommst Du in's Spiel!

Cover Bild European Adventures

Wie kann man sich selbst und seine Ideen, Bedürfnisse und Vorstellungen in der Schule, zu Hause, im öffentlichen Raum und in der Politik einbringen? Welche Beteiligungsmöglichkeiten bietet die Gesellschaft, in der wir leben? In einem kreativen Co-Creation-Prozess entwickeln junge Mädchen und Frauen mit und ohne Fluchterfahrung zwischen 15 und 21 Jahren gemeinsam ihre eigenen Computerspiellevel und gehen dabei dieser Frage auf den Grund.

Durch eine handlungsorientierte Zusammenarbeit wird das Kennenlernen der Teilnehmerinnen befördert. Der Prozess von der Idee bis zum spielbaren Prototypen bringt die Teilnehmerinnen in vielfältigen Kontakt mit Themen demokratischer Beteiligungsformen, der Ausgestaltung des gemeinsamen Zusammenlebens, aber auch mit dem Medium Computerspiel an sich, technischen Möglichkeiten und damit verbundenen Fähigkeiten und stellt sie vor die Herausforderung in interkulturellen Teams gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. In mehreren Durchläufen, die fortwährend evaluiert werden, erarbeiten unterschiedliche Gruppen weitere Komponenten der Spielelevels. Das Projekt möchte gesellschaftliche Teilhabe von jungen Frauen mit und ohne Fluchtgeschichte erhöhen und Geschlechterungleichheit entgegenwirken.

Die Gesamtlaufzeit des Projekts beträgt drei Jahre. Jedes Jahr werden wir in zwei Durchläufen in Berlin und Brandenburg jungen Frauen die Möglichkeit geben, sich mit ihren eigenen Ideen und Perspektiven in je drei modular aufgebaute Workshops einzubringen:

In einem ersten Workshop kommen wir gemeinsam ins Gespräch über Beteiligungsmöglichkeiten in unserer Gesellschaft und treffen spannende Persönlichkeiten, die von ihren Erfahrungen berichten. Anschließend brainstormen wir gemeinsam in einer Kreativwerkstatt, wie wir das Erfahrene und Diskutierte in einem Serious Game thematisieren könnten. In einem dritten Workshop schließlich geht es an die technische Umsetzung: Wir schreiben gemeinsam Dialoge, erarbeiten Charaktere und kreieren in Teamarbeit ein eigenes spielbares Gamelevel. Nach erfolgreichem Abschluss haben die jungen Frauen die Möglichkeit, sich selbst als Mentorinnen zu engagieren und anderen Teilnehmerinnen bei den ersten Schritten zum eigenen Game zur Seite zu stehen.

Das Projekt lotet Möglichkeiten der Nutzung von Serious Games in der politischen Bildung aus und hat zum Ziel, dazu beizutragen, Gamification-Ansätze in der Arbeit von Bildungsträgern zu verankern. Nach jedem Durchlauf und nach Abschluss des Projekts erfolgt eine ausführliche Evaluation.

Gefördert wird das Projekt vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF).

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